Das griechische Wort „arthros“ bedeutet Gelenk, und die Endung „-ose“ steht für den degenerativen Prozess.
Je älter man wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, an Arthrose zu erkranken. Die Knorpelschicht in den Gelenken wird über viele Jahre hinweg beansprucht, außerdem werden Elastizität und Widerstandskraft des Knorpelgewebes im Laufe der Zeit geringer. Hierdurch raut die Knorpelschicht auf, wird dünner und ist irgendwann ganz abgenutzt.
Aber es gibt eine ganze Reihe weiterer Faktoren, die zur Arthrose führen. Manche Faktoren, wie z.B. Bewegungsmangel oder Übergewicht können aktiv verhindert werden - andere, wie beispielsweise die Veranlagung, lassen sich leider nicht vermeiden.
Vereinfacht gesagt ist die Arthrose ein „Verschleiß“ der Gelenke. Dieser Prozess wird auch als Osteoarthrose oder Arthrosis deformans bezeichnet. Man versteht darunter eine primär nichtentzündliche, degenerative Veränderung der Knorpel- und Knochenstruktur eines oder mehrerer Gelenke, mit fortschreitender Deformierung und Zerstörung.
Die Arthrose beginnt meist unbemerkt. Sie schreitet unterschiedlich rasch voran und kann in seltenen Fällen auch zum Stillstand kommen. Sie kann jahrelang ruhen oder/und schubweise Symptome verursachen.
Nicht jede Gelenkabnutzung verursacht jedoch Schmerzen. Es ist individuell sehr unterschiedlich, wann der Gelenkverschleiß zu Beschwerden führt und damit zur Krankheit wird. Während der eine zeitlebens völlig beschwerdefrei bleibt, leidet ein anderer schon mit 30 Jahren an arthrosebedingten Gelenkschmerzen.
Der verstärkte Abbau des Knorpelgewebes ist die Folge eines Ungleichgewichts zwischen Belastbarkeit des Gelenkknorpels und Belastung. So kann z.B. eine Fehlstellung der Kniegelenke (X-/O-Bein) oder eine angeborene Hüftgelenkfehlstellung (Hüftdysplasie) zu einer ungleichmäßigen Belastung der betroffenen Gelenke führen und hierdurch eine Arthrose entstehen. Ebenso können Unfälle oder Gelenkoperation nach vielen Jahren eine Arthrose verursachen. Übergewicht ist ein wichtiger Risikofaktor für die Arthrose, denn Knie- und Hüftgelenke müssen 2,5- 10 mal soviel Druck aushalten, wie die betreffende Person wiegt - je nachdem ob sie geht, läuft oder springt.
Riskofaktoren von Arthrose sind:
• Bewegungsmangel
• Übergewicht
• Fehlbelastung (z.B. Leistungssport)
• Veranlagung (z.B. Fingerpolyarthrose)
• einseitige Gelenkbelastung (z.B. angeborene oder
erworbene Fehlstellung wie Hüftdysplasie, X-/O-Bein)
• Gelenkverletzungen
• Gelenkerkrankungen und einige Stoffwechselstörungen